TCMPhonophoreseKlangschalenYogatherapieBlutegelSpagyrikChanten
 

Als Traditionelle Chinesische Medizin, TCM oder chinesische Medizin wird jene Heilkunde bezeichnet, die sich in China seit mehr als 2500 Jahren entwickelt hat. Damit ist die TCM nach der Ayurvedischen Heilkunde (nach neuesten Forschungen mindestens 5000 Jahre alt) die älteste ganzheitliche Heilmethode der Welt.

Diagnostik und Therapie:

Nach chinesischer Lehre werden Krankheiten als Disharmonien im Inneren verstanden, die aus unterschiedlichsten Ursachen entstehen können. Zur Diagnose des chinesischen Krankheitsbildes, das nicht mit westlichen Krankheitsbildern zu vergleichen ist, wird neben einer ausführlichen Anamnese die chinesische Puls- und Zungendiagnose durchgeführt.

Zu den therapeutischen Verfahren der chinesischen Medizin zählen vor allem dieArzneitherapie und die Akupunktur sowie die Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten). Zusammen mit Massagetechniken wie Tuina Anmo (und dem in Japan entwickelten Shiatsu), mit Bewegungsübungen wie Qigong und Taijiquan und mit einer am Wirkprofil ausgerichteten Diätetik werden die Verfahren heute gerne als die „fünf Säulen“ der chinesischen Therapie bezeichnet.

Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin:

Qi

Qi ist ein zentraler Begriff des Daoismus. Der Begriff findet sich bereits im 42. Kapitel des Tao Te King; der daoistische Philosoph Zhuangzi beschrieb den Kosmos als aus Qi bestehend. Nach Auffassung der Kultur des Alten China und des Daoismus durchdringt und begleitet das Qi alles was existiert und geschieht. Als Substanz, aus der das ganze Universum sowohl in physischer als auch geistiger Hinsicht besteht, wird es vorgestellt als vitale Energie, Lebenskraft oder eines alles durchdringenden kosmischen Geistes, ist dabei aber weder physischer noch geistiger Natur. In einer sich ständig verändernden Wirklichkeit stellt das Qi die einzig konstante Größe dar.

Das Qi im Körper wieder in seinen natürlichen, ausgeglichenen Zustand zu bringen, ist das Grundprinzip jeder traditionellen chinesischen Therapieform.

Yin und Yang

Yin und Yang sind zwei Begriffe, die in der chinesischen Philosophie, soweit deren Geschichte bekannt ist, von Anfang an - seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. – eine zentrale Rolle gespielt haben. Insbesondere im Daoismus sind sie von großer Bedeutung. Auch die gesamte chinesische Mythologie ist von dem Konzept von Yin und Yang beherrscht. Die beiden Begriffe stehen für gegensätzliche Prinzipien: mit Yang verbindet sich ursprünglich die Vorstellung des Besonnten und daher Warmen und Hellen, mit Yin der Gedanke an Schattiges und daher Kühles und Dunkles. Der Übergang zwischen Yin und Yang ist fließend. Von dieser Grundbedeutung ausgehend, wies man auch einer Fülle weiterer Gegensatzpaare einen Yin- und einen Yang-Pol zu. Insbesondere wurde das Männliche als Yang, das Weibliche als Yin betrachtet. Mit der durchgängigen Anwendung dieser binären Einteilung auf die Gesamtheit aller Dinge und Vorstellungen wurde der Gegensatz von Yin und Yang in den Rang einer universalen Gegebenheit erhoben, welche die gesamte Wirklichkeit konstituiert und charakterisiert. So wurden alle Phänomene als Manifestationen des Gegensatzes dieser beiden Gegenpole und ihres Wechselspiels gedeutet.

Die fünf Wandlungsphasen (auch 5 Elemente genannt)

Die Fünf-Elemente-Lehre (chin. wuxíng = Fünf Wandlungsphasen) ist eine daoistische Theorie zur Naturbeschreibung. Die Fünf-Elemente-Lehre untersucht die Gesetzmäßigkeiten, nach denen dynamische Prozesse (Wandlungen) im Bereich des Lebendigen ablaufen, betont also Werden, Wandlung und Vergehen. Die fünf Elemente Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde sind unmittelbar aus der Natur abgeleitet. Aus ihren (abstrahierten) Eigenschaften wird auf die Beziehungen zwischen Erde, Mensch und Himmel und innerhalb dieser Sphären geschlossen.

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